INSTITUT FÜR PHYSIOLOGIE

Forschung

Forschungsschwerpunkte

In der Großhirnrinde von Säugetieren sind Nervenzellen ganz spezifisch über synaptische Verbindungen miteinander verschaltet. Die Genauigkeit und die Art dieser Verbindungen entscheidet darüber, wie gut das Gehirn sensorische Informationen aus der Umwelt verarbeiten und mit ihr interagieren kann.

Wegen der enorm großen Anzahl an synaptischen Verbindungen innerhalb eines Gehirns kann der genaue Verschaltungsplan nicht im genetischen Code der DNA kodiert sein. Statt dessen sorgen entwicklungsabhängige Regulationsmechanismen dafür, dass sich die Nervenzellen untereinander korrekt zu funktionierenden Netzwerk verbinden.

In der AG Entwicklungsphysiologie untersuchen wir diese entwicklungsabhängigen Regulationsmechanismen an einfachen neuronalen Netzwerken, die sich aus embryonalen kortikalen Vorläuferzellen in Zellkulturen entwickeln. Die Entwicklungsperiode, die sich in Kultur besonders gut untersuchen lässt, entspricht der perinatalen und früh postnatalen Phase der Gehirnentwicklung. Durch gezieltes Eingreifen in die Entwicklung der Netzwerke ist es möglich, die Mechanismen zu analysieren, die bei der selbstständigen Verschaltung des Gehirns eine Rolle spielen.

Besonders interessiert uns die Entwicklung von GABAergen Interneuronen und ihre Funktion bei der Ausbildung von spontaner Netzwerkaktivität. Neuere Ergebnisse geben Hinweise darauf, welche Rolle die frühe spontane Netzwerkaktivität auf die Generierung, Migration und das Überleben junger GABAerger Zellen in kortikalen Kulturen hat. In den aktuellen Projekten untersuchen wir, welchen Einfluss elektrische Aktivität auf die zelluläre Zusammensetzung der neuronalen Netzwerke hat.

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Letzte Änderung: 14.05.2019 - Ansprechpartner:

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